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Materialsammlung Überschwemmungsauen
Herr Dr. Ernstberger, Kontakt:
h.ernstberger@umweltbewertung.de
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Einleitung
Auen sind diejenigen Flächen entlang eines Fließgewässers, die auch bei seltenen Hochwassern noch überflutet werden bzw. vom Grundwasser beeinflusst sind (ERNSTBERGER 1988).
Der Begriff "Überschwemmungsaue" wird bei größeren Flüssen für intakte, temporär überflutete Auenbereiche verwendet, die in der Regel zwischen Fluss und Deich o-der bei naturbelassenen Flüssen zwischen Fluss und Hochgestade liegen. Sie sind vom Wechsel zwischen Überflutung und Trockenfallen geprägt. Diese Wasser-standsschwankungen bestimmen die meisten Funktionen der Überschwemmungs-auen (DISTER 1991). Die Dynamik der Grundwasserstände sowie Prozesse der E-rosion, des Materialtransports oder der Sedimentation werden dadurch geprägt.
Auen landseits der Deiche sind durch andere hydrologische Merkmale bestimmt und werden als Altaue bezeichnet. Altauen und Überschwemmungsauen unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Funktionen im Naturhaushalt, im ökonomischen und im sozioökonomischen Bereich.
Die wichtigsten rezenten Auengebiete in Deutschland liegen am Oberrhein (DISTER 1991). Größere zusammenhängende Überschwemmungsauen bilden die "Rastatter Rheinaue" (1.800 ha), "Kühkopf-Knoblauchsaue" (2.800 ha) und der "Lambertheimer Altrhein" (500 ha). Am Niederrhein ist der "Xantener Altrhein und Bislicher Insel" (600 ha) zu nennen. An der Elbe hat das knapp 800 ha große Landschaftsschutzgebiet "Elbholz von Gartow und Pevestorfer Elbwiesen" Bedeutung. An der Donau befinden sich größere Überschwemmungsauen östlich von Wien ("Regelsbrunner Au", GUTZWEILER&LUTSCHINGER 1992) und an der unteren Donau (SCHNEIDER 1991). Großflächige Überflutungsauen mit natürlicher Flußdynamik sind an Loire und Allier (DISTER 1998) bekannt.

Die vorliegende Materialsammlung beschränkt sich auf die Verhältnisse am Ober-rhein, lässt aber auch Teilaspekte aus anderen Überschwemmungsauen einfließen.



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