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Von Caesar und Rheingold
Der Rhein war für die Völker, die an seinen Ufern lebten, stets mehr als nur fließendes Wasser. Er war immer zugleich lebensspendend und lebensbedrohend. In der Mythologie wurden diese Macht und Stärke in der Figur des Vaters symbolisiert: „Rhenus pater – Vater Rhein”, so heißt er seit urdenklichen Zeiten.




„Der Rhein ist so reich an Geschichte wie wohl kein zweiter Strom in Europa. Er war die tausendjährig umkämpfte Grenze, politischer Anlass zu Hader und Krieg. Tausendjährig war er aber auch immer Mittelpunkt eines kulturschöpfenden Lebensraumes: Der Rhein hat mit Rom zu tun, mit Romanik und Romantik, mit deutsch-französischem Bündnis und Erbfeindschaft, mit Cäsar und mit Blücher, mit Hitler und den GIs (alle gingen sie über den Rhein); aber auch mit den Nibelungen, mit Rheingold und Rebensaft, mit Arbeitern im Ruhrgebiet und in Ludwigshafen, mit Vatertagssäufern in Rüdesheim und Karnevalisten in Mainz. Mit Kaisern, Königen, Burgen und Städten und nochmals Städten und den Kirchen und der Kirche...”

(Helmut Böhme (1992): Der Rhein als kulturpolitische Dimension. WerkundZeit 3/92).
 

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