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Wälder, Wasser, Fische, Rhein
Was ist so besonders an unseren Auen?




Naturnahe Flusslandschaften
Die Rheinauen bilden im jahreszeitlichen Wechsel eine faszinierende Landschaftskulisse. Es muss doch nicht gleich der Okovango oder der Amazonas sein. Deutschlands letzte Wildnis am Oberrhein hat zwar keine Flusspferde oder Krokodile, aber mystischen Auenwald und geheimnisvolle Gewässer.
Flussauen sind von einer überragenden Bedeutung für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt. Ihre Vielfalt bietet ein reichhaltiges Nahrungs- und Lebensraumangebot.

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Von allen Wäldern Europas beherbergen die Auwälder die artenreichsten Vogelgemeinschaften. Nur noch an ganz verschwiegenen Plätzen lebt die Europäische Sumpfschildkröte, die in früherer Zeit so häufig war, dass sie regelmäßig auf dem Wochenmarkt in Speyer feilgeboten wurde, denn sie war eine von der Kirche zugelassene Fastenspeise.
Die Flussfische brauchen die überschwemmten Auen z.B. als Laichgebiet (Hechtwiesen) und als sichere Kinderstube für ihren Nachwuchs. Auch der Biber wird in naher Zukunft in die rheinland-pfälzischen Rheinauen zurückkehren. Mehrere Biberfamilien siedeln bereits in den Auwäldern bei Strasbourg und breiten sich von dort den Rhein hinab aus.
Ist der Artenreichtum bei den Wirbeltieren schon enorm, so nehmen die Insekten in dieser Hinsicht die Spitzenposition ein. Von 1.500 heimischen Schmetterlingsarten wurden in den Auen knapp 1.000 Arten nachgewiesen. Für mehr als 1.000 der 6.500 heimischen Käferarten sind die Auengebiete unersetzbare Lebensräume.
Unter den lichten Kronen starkwüchsiger Eichen und Eschen finden fast alle einheimischen Straucharten ihren Platz. Viele Pflanzen unserer Wiesen stammen ursprünglich aus dem Auwald. Der üppige Pflanzenwuchs und das Gewirr der Vogelstimmen lassen beim Besucher den Eindruck entstehen, im Tropenwald zu sein.
Aus Sicht des Natur- und Artenschutzes haben die Überschwemmungsauen daher einen extrem hohen Wert. Die Rheinauen sind im Regionalen Raumordnungsplan Rheinpfalz als Vorranggebiet für den Arten- und Biotopschutz ausgewiesen, ein Großteil der Flächen ist als Natur- und Landschaftsschutzgebiet sowie durch die FFH- und Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union geschützt.

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